Internationale Datenschützer richten sich mit offenen Brief an Google und fordern mehr Datenschutz
Datenschützer aus zehn Ländern richten sich in einem offenen Brief an den Google-Konzernchef Eric Schmidt. Darin bemängeln die Datenschützer, dass das Recht der Menschen auf Datenschutz vergessen werde, wenn Google eine neue Technik, wie zum Beispiel Google Buzz oder Street View, einführe. Die Datenschützer erwarten nun, dass Google in einer Antwort auf den Brief schildert, wie er den Datenschutz bei künftigen Einführungen von neuen Diensten einhalten will.
EU-Datenschützer Peter Hustinx fordert Datenschutz beim "E-Abfall"
Der Europäische Datenschutzbeauftragte Peter Hustinx fordert, dass der Datenschutz bei der geplanten Neufassung der Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte (WEEE) berücksichtigt wird und bei der Beseitigung von Geräten wie Computern, die personenbezogene Daten enthalten, geeignete Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden. Nutzern sollte es mit einfachen Mitteln und kostenlos möglich sein, auf ausgedienten Geräten personenbezogene Daten zu löschen, meint Hustinx weiter.
Datenschutz-Verletzung von Google Buzz bringt Obamas Internet-Berater in Erklärungsnot
Beim Start von Googles umstrittenem Social-Networking-Dienst Buzz machte das Unternehmen versehentlich den Mailverkehr aller Googlemail-Nutzer öffentlich. Auch Andrew McLaughlin, der Internet-Berater von Obama, war davon betroffen. Es stellte sich heraus, dass er offenbar über seinen privaten Mail-Account Offizielles verhandelt hat, auch mit ehemaligen Kollegen - McLaughlin war einst Googles Cheflobbyist. In den USA ist es Regierungs-Mitarbeitern allerdings untersagt, über private Mail-Accounts Offizielles abzuwickeln. Es besteht eine strikte Archivierungs-Pflicht.
Datenpanne in Großbritannien führt zu falschen Transplantationen
Auf Grund einer IT-Panne in Großbritannien wurden die Genehmigungs-Details im zentralen Spendenregister vermischt und etwa 20 Personen nach ihrem Tod versehentlich die falschen Organe entnommen. Laut Presseberichten sind wohl insgesamt 800.000 Datensätze betroffen, von denen man bereits 400.000 habe korrigieren können. Die anderen 400.000 Personen würden jetzt durch die zuständige "NHS Blood and Transplant" angeschrieben.
Laptops aus Konzernzentrale von Airbus geklaut
Aus der Konzernzentrale des Flugzeugbauers Airbus sollen Unbekannte zwei Laptops gestohlen haben. Auf ihnen sollen sich unter anderem Baupläne und Daten zu den Flugzeugmodellen A330, A340 und A350 befunden haben. Ein Unternehmenssprecher erklärte dagegen, dass auf den Laptops keinerlei sensible Daten gespeichert seien. Medienberichten zufolge soll der französische Geheimdienst in dem Fall ermitteln.
EU-Kommission plant allgemeines Datenschutz-Abkommen mit den USA
Die EU-Kommission bereitet eine Empfehlung zur Verhandlung eines transatlantischen Abkommens vor, das allgemeine Schutzbestimmungen für den Austausch personenbezogener Daten im Sicherheitsbereich zwischen der EU und den USA aufstellen soll. Dabei sollen diese Bestimmungen übergeordnete Gültigkeit haben. Für spezielle Abkommen wie die Weiterleitung der SWIFT-Daten oder die Fortschreibung des Vertrags zum Transfer von Flugpassagierdaten sollen weiterhin zusätzlich spezifische Schutzvorkehrungen getroffen werden.
"Privates muss privat bleiben" - Ilse Aigner kritisiert den Umgang mit persönlichen Daten bei Facebook
Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner protestiert gegen Pläne des sozialen Netzwerks Facebook, Nutzerdaten automatisch an Dritte weiterzugeben. In einem offenen Brief an Facebook-Chef Mark Zuckerberg kritisiert die Verbraucherschutzministerin den laxen Umgangs mit dem Datenschutz und droht mit dem Ende Ihrer Mitgliedschaft, falls Facebook nicht bereit sein sollte, seine Firmenpolitik zu ändern und die eklatanten Missstände zu beheben.
Wirtschaftsminister Brüderle will Mittelstand von Elena befreien
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) will die zentrale Speicherung von Arbeitnehmerdaten nach vehementen Protesten aus der Wirtschaft auf den Prüfstand stellen. Wie das Handelsblatt berichtete, gebe es erhebliche Zweifel an der Praxistauglichkeit der Erfassung von elektronischen Entgeltnachweisen (Elena). Nun will Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) kleine und mittlere Betriebe bei der umstrittenen zentralen Speicherung von Arbeitnehmerdaten entlasten.
Union übt Kritik an Elena
Nach Beschwerden von Bürgern, Datenschützern und Opposition wird nun auch in der Union die Kritik an Elena lauter. Die Sammlung so vieler Daten sei nicht angemessen. So fordert Hans-Peter Uhl (CSU), innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion die Bundesregierung auf, Elena unter dem Aspekt des Datenschutzes "grundsätzlich auf den Prüfstand" zu stellen.
Facebook veröffentlicht kurzzeitig alle Mail-Adressen seiner Mitglieder
Für eine halbe Stunde hat Facebook die Mail-Adressen aller seiner 400 Millionen Mitglieder öffentlich angezeigt. Facebook Deutschland erklärte dazu auf Anfrage: "Letzte Nacht machte ein Bug während Facebooks üblicher Code-Aktualisierung verborgene Mail-Adressen kurz sichtbar. Der Bug wurde innerhalb von Minuten bemerkt und korrigiert."
