Zentralarchiv für Tätigkeitsberichte des Bundes- und der Landesdatenschutzbeauftragten und der Aufsichtsbehörden für den Datenschutz (ZAfTDa) eingerichtet
Die Fachhochschule Gießen-Friedberg hat das neue Internetportal "Zentralarchiv für Tätigkeitsberichte des Bundes- und der Landesdatenschutzbeauftragten und der Aufsichtsbehörden für den Datenschutz" (ZAfTDa) eingerichtet. Hier können alle bisher erschienenen Datenschutzberichte des Bundes- und der Landesdatenschutzbeauftragten, des Europäischen Datenschutzbeauftragten und der Artikel-29-Datenschutzgruppe abgerufen werden.
Schwarz-gelbe Regierung will Arbeitnehmer-Datenschutz ausbauen
In den Koalitionsgesprächen haben sich CDU, CSU und FDP grundsätzlich darauf verständigt, den Arbeitnehmer-Datenschutz nachzubessern. Laut FDP-Unterhändler Max Stadler sollen sich Datenskandale wie bei der Bahn oder der Telekom nicht wiederholen. Keine Einigung gab es bisher in den Bereichen Online-Durchsuchung, Vorratsdatenspeicherung und Internetsperren. Hier wolle die Union im Gegensatz zur FDP nichts an der Rechtslage ändern.
Lidl fragt Gesundheitszustand einer Mitarbeiterin bei deren Psychiater nach
Der Dicounter Lidl hat zu einer seit Wochen erkrankten Mitarbeiterin einer Lidl-Filiale in Gießen einen Stellungnahme ihres Psychiaters angefragt. Laut des Psychiaters verstoße diese Anfrage eindeutig gegen die ärtzliche Schweigepflicht.
Die Gewerkschaft ver.di bezeichnete das Vorgehen von Lidl als "befremdlich". Nach Angaben eines Lidl-Sprechers wollten das Unternehmen lediglich wissen, wie lange die Frau voraussichtlich noch krankheitsbedingt ausfallen werde. Die Gießener Staatsanwaltschaft hat Vorermittlungen gegen den Discounter Lidl eingeleitet.
Datenschutzbeauftragte fordern eine Generalrevision des Bundesdatenschutzrechts
Die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder haben zum Abschluss ihrer 78. Konferenz in Berlin von der neuen Bundesregierung eine Generalüberholung des Bundesdatenschutzrechts verlangt. Die aus den 1970er Jahren stammenden Bestimmungen müssten an die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts angepasst werden, sagte der Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix. Zwar sei das Gesetz von der Großen Koalition überarbeitet worden, deren Änderungen würden aber zu kurz greifen.
Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen: Abhörprotokolle sollen angeblich illegal aufbewahrt worden sein
Das Landeskriminalamt (LKA) Nordrhein-Westfalen (NRW) soll Aufzeichnungen aus einer groß angelegten Telefonüberwachung erst mit monatelanger Verspätung gelöscht haben. Die Aufzeichungen stammen aus einem Strafermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Abteilungsleiter im NRW-Umweltministerium, Harald F. Zwischen dem 21. Mai und dem 15. Juni 2008 hatte das LKA unter anderem Gespräche von Abgeordneten, Rechtsanwälten und Journalisten abgehört und protokolliert. Es geht um insgesamt 2.500 aufgezeichnete Telefongespräche und 2.300 abgefangene E-Mails.
Hendrik Speck im Gespräch mit der Tagesschau: Fehlende Medienkompetenz macht Phishing-Attacken möglich
Im Gespräch mit der Tagesschau äußerte Hendrik Speck, Professor für digitale Medien an der FH Kaiserlautern und Internetexperte, Bedenken wegen der fehlenden Medienkompetenz der Internetuser. In den vergangenen Jahren seien zunehmend soziale Schichten ins Netz gekommen, die bislang wenig Erfahrung mit diesem Medium hatten. Viele seien zu jung und hatten bisher kein Bewusstsein für die Gefahren. Gerade die jüngsten Phishing-Attacken zeigten, dass vielen Internetusern das Bewusstsein fehlte, welche Informationen sie im Netz preisgeben können.
Neue Studie: Phishing & Co. – Angriffe auf digitale Identitäten
Der BITKOM und das Bundeskriminalamt (BKA) haben auf einer Pressekonferenz am 8. Oktober 2009 in Berlin gemeinsam vor immer professionelleren Betrugsmethoden im Internet gewarnt. Aus einer neuen Studie von Forsa für den BITKOM hervor, dass die Zahl der Online-Betrugsfälle 2009 wieder anstiegen ist. Der BITKOM rechnet auf Basis von Daten der Landeskriminalämter mit bis zu 2.900 angezeigten Phishing-Fällen in diesem Jahr – ein Plus von rund 50 Prozent. Die Schadenssumme steigt der Hochrechnung zufolge um 56 Prozent auf bis zu 11 Millionen Euro.
Regierung gibt Startschuss für De-Mail
Das Projekt De-Mail der Regierung will Internet-Post sicher und rechtsverbindlich machen. Eine besonders sichere Form der E-Mail wird künftig das Versenden rechtsverbindlicher Dokumente ermöglichen. Den Startschuss für das sechsmonatige Pilotprojekt gaben in Berlin Innenstaatssekretär Hans Bernhard Beus und der Präsident des Hightech-Verbandes Bitkom, Bernhard Rohleder. Rohleder schickte die erste De-Mail an Professor Werner Zorn, einen der Gründerväter des deutschen Internets. Wer De-Mail nutzen will – Bürger, Behörden oder Unternehmen – muss sich zuvor mit einem Ausweis identifizieren.
Britisches Unternehmen will Überwachungskameras von Internetusern kontrollieren lassen
Videoüberwachung als Online-Game - mit dieser Idee will das britische Unternehmen “Internet Eyes” die Wirksamkeit von Überwachungskameras stärken. Internetuser, die sich bei dem Unternehmen anmelden, bekommen Bilder von Überwachungskameras per Stream nach Hause geliefert und sollen ein Auge darauf haben. Wenn sie verdächtiges oder gar kriminelles Verhalten beobachten und sofort melden, bekommen sie Punkte oder gar Geld gutgeschrieben.
USA und EU stehen kurz vor dem Abschluss der Verhandlungen zum Austausch von Bankdaten
Die Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und den USA über die Weitergabe von europäischen Bankdaten an das US-Finanzministerium stehen offenbar kurz vor dem Abschluss. Bisher werden die Bankdaten ohne klare Rechtsgrundlage von einem Swift-Server in den USA abgegriffen und im Washingtoner Finanzministerium ausgewertet, um Terroristen auf die Spur zu kommen. Nun sollen nicht nur US-Terrorfahnder, sondern auch deutsche Sicherheitsbehörden Zugriff auf die sensiblen Kontodaten erhalten. Des Weiteren sollen für die EU-Bürger dieselben Schutzgarantien wie für US-Bürger gelten.
