ÖBB soll illegale Akten über Krankheiten der Mitarbeiter geführt haben
Die ÖBB sollen Mitarbeitern mit Kündigung gedroht haben, um sie dazu zu zwingen, ihre Krankheitsdiagnosen vorzulegen. Teile dieser Akten sollen an die Öffentlichkeit gelangt sein, wodurch auch die HIV-Infektion eines Mitarbeiters publik geworden sein soll. Laut Presseangaben hieß es dazu von seiten der ÖBB, man werde den Vorwürfen nachgehen. Es sei jedoch kein Mitarbeiter gezwungen worden, seine Diagnose mitzuteilen.
Update am 23.09.2009: Nach und nach stellte sich heraus, dass Tausende Mitarbeiter unter der Androhung einer Kündigung dazu gezwungen wurden, über ihre Krankheiten Auskunft zu geben und Diagnosen zu nennen. Insbesondere "Rückkehrgespräche" nach Krankenständen sollen sehr intensiv geführt worden sein. Dabei ist allein schon die Frage nach der Diagnose rechtswidrig. Österreichische Medien berichten von Fällen, in denen Vorgesetzte darauf bestanden haben sollen, beim eigentlich vertraulichen Gespräch zwischen Mitarbeiter und Betriebsarzt anwesend zu sein.
