Spitzelskandal bei der Deutschen Telekom
Die Deutsche Telekom ließ mehr als ein Jahr lang die Telefonkontakte von Managern und Aufsichtsräten ausspionieren. Eine Berliner Beratungsfirma hatte den Auftrag, die Datensätze auszuwerten und mit den Telefonnummern von Journalisten abzugleichen. Ziel der Aktion war es, undichte Stellen in Vorstand und Aufsichtsrat aufzuspüren. Laut Telekom-Chef René Obermann, der während der Überwachung noch nicht im Amt war, habe die Telekom am 14.05.2008 Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Bonn erstattet. Von der Überwachung sollen 55 Personen betroffen gewesen sein.
Update vom 30.08.2009:
Verfahren dauert noch an. Die 55 Opfer verlangen Akteneinsicht.
Update vom 31.10.2009:
Auch Ex-ZDF-Chefredakteur Klaus Bresser von der Spitzelaffäre betroffen
Update vom 05.11.2009:
Der Konzern hat auch Kritiker überwachen lassen.
