Nichtregierungsorganisationen fordern internationales Datenschutzabkommen
Nichtregierungsorganisationen fordern ein internationales Abkommen zur Sicherung der Privatsphäre und der informationellen Selbstbestimmung aller Bürger. Anfang November soll die "Madrider Erklärung" im Zuge des 31. Gipfeltreffens der Datenschutzbeauftragen aus aller Welt in Madrid übergeben werden. Bis jetzt haben 58 Organisationen und zahlreiche Einzelpersonen die Erklärung unterzeichnet. In der Erklärung wird unter anderem gefordert, dass die geltenden nationalen und internationalen Datenschutzbestimmungen eingehalten werden, unabhängige Datenschutzbehörden besser geschützt, Datenschutz-freundliche und Datenschutz-sichernde Techniken gefördert und Verfahren zur Anonymisierung von Datenbeständen auf ihre Effektivität hin untersucht werden. Die Organisationen fordern außerdem die Staaten, die noch keine Gesetzgebung zum Datenschutz und zur informationellen Selbstbestimmung haben, auf, diese "so rasch wie möglich" zu verabschieden. Des Weiteren müsse es klare Regeln zur Information der Bürger geben, sobald bei Unternehmen oder öffentlichen Institutionen vorhandene persönliche Daten missbraucht oder kompromittiert wurden.
