Postbank gewährt Einblick in Millionen Girokonten ihrer Kunden
Die Postbank gewährt Tausenden freien Mitarbeitern Zugriff auf die Girokontodaten ihrer Kunden. Dabei müssen sie nur den Namen und das Geburtsdatum von Kunden in eine Unternehmensdatenbank eingeben und erhalten Einblick in sämtliche Kontobewegungen. Die Daten sind für die Berater auch zugänglich, wenn der Kontoinhaber der Weitergabe seiner Daten nicht zugestimmt hat. Laut interner Anweisung sollen die Daten den Mitarbeitern die Arbeit erleichtern. Geht zum Beispiel ein höherer Geldbetrag auf einem Konto ein, können die Berater sofort reagieren und diesem Kunden eine geeignete Geldanlage verkaufen.
Laut Pressebericht hält es die zuständige Datenschutzbehörde in Nordrhein-Westfalen für unzulässig, dass freie Mitarbeiter der Postbank Einblick in die Konten der Kunden haben, selbst wenn diese eine Einwilligung zur Datenweitergabe unterschrieben hätten. Eine solche Einwilligung erlaube nicht den Zugriff auf sämtliche Kontobewegungen.
Update vom 27.10.2009:
Postbank hat auf die Vorwürfe reagiert und den freien Finanzberatern den Zugriff auf die Kundenkonten gesperrt.
