Sensible Informationen über Hartz-IV-Empfänger für tausende Mitarbeiter der Arbeitsagentur einsehbar
Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gibt es Berichten der Frankfurter Rundschau zufolge nicht nur bei der Internet-Jobbörse Probleme mit dem Datenschutz, sondern auch bei ihrem Computersystem zur Betreuung von Arbeitslosen. Demnach bemängelte der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar, dass die Daten von Hartz-IV-Empfängern deutschlandweit für Tausende Mitarbeiter der BA einsehbar waren. Auch für solche Mitarbeiter, die nicht mit der Betreuung von Hartz-IV-Empfängern beauftragt sind. In der Datenbank werden unter Anderem Daten von Erwerbslosen gespeichert werden, die sich auf Suchtkrankheiten, Verschuldung, Vorstrafen, Wohnungsproblematik bis hin zu schwierigen familiären Verhältnissen beziehen. Der Frankfurter Rundschau liegen zahlreiche Schreiben von Personalräten aus dem ganzen Bundesgebiet vor, die das System datenschutzrechtlich für hoch gefährlich halten.
