Verdacht auf Datendiebstahl: Razzia bei Hamburger Berenberg Invest AG
Wegen des Verdachts auf Datendiebstahls ermittelt die Hamburger Staatsanwaltschaft gegen die beiden Vorstände und eine Mitarbeiterin der Hamburger Berenberg Invest AG. Dem Trio wird der Verrat von Geschäftsgeheimnissen vorgeworfen. In der Zeit vom Juli bis November wechselten sie vom Bankhaus Wölbern zur Berenberg Invest AG, ein Tochterunternehmen der Berenberg Bank. Dabei brachten sie sensible Kundenvertriebsdaten und Kalkulationen aus dem Bereich Immobilienfonds mit zu ihrem neuen Arbeitgeber. Das verstoße gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, so die Staatsanwaltschaft. 50 Polizisten und drei Staatsanwälte durchsuchten sowohl die Zentrale der ältesten Privatbank Deutschlands als auch die Räume ihrer Tochter Berenberg Invest AG sowie die Privatwohnungen. Laut welt.de war man in Hamburger Bankkreisen allerdings erstaunt über die Razzia. Kundendaten von Emissionshäusern unterlägen keinen speziellen Geheimhaltungsvorschriften. Aus einem dritten Bankhaus war die Vermutung zu hören, dass die Aktion nur dem Zweck diene, einem unliebsamen Konkurrenten Knüppel zwischen die Beine zu werfen.
