Drogeriekette Müller horcht Mitarbeiter aus [Update]

Datum: 
17.04.2009
Ort: 
Ulm
Datenherkunft: 
Müller
Organisation: 
Unternehmen
Typ: 
Datensammlung
Betroffene: 
Müller-Mitarbeiter
Anz. Betroffene: 
18.000
Beschreibung: 

Bei der Drogeriekette Müller müssen Beschäftigte nach SZ-Informationen regelmäßig Auskunft über ihren Krankenstand geben. Mit Hilfe eines Formulars mit der Überschrift "Krankenrückkehrgespräch" erfasst das Unternehmen die Krankheitsdaten seiner 18.000 Mitarbeiter. Wer krankheitsbedingt ausfalle, werde nach seiner Rückkehr zum Gespräch mit den Vorgesetzten zitiert, berichtet ein Mitarbeiter, der aus Angst um seinen Arbeitsplatz seinen Namen nicht nennen will. Der Fragebogen werde dann gemeinsam ausgefüllt und anschließend von beiden Gesprächsteilnehmern unterzeichnet. Unter anderem soll der Mitarbeiter darüber Auskunft geben, ob er wegen "derselben Ursache im laufenden Kalenderjahr bereits krank gewesen" oder "die Genesung vollständig abgeschlossen" sei.

Update vom 11.01.2010:
Die Drogeriekette Müller wurde zu einem Bußgeld von 137.500 Euro verurteilt. Das Ulmer Unternehmen hat keinen Widerspruch eingelegt und angekündigt, den Betrag zu zahlen.