Berliner Datenschützer fordert mehr Datensicherheit für Schüler und Patienten

31.03.2010

Der Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix hat seinen aktuellen Jahresbericht vorgestellt. Darin erteilt er einer großflächigen Videoüberwachung von Schulen eine klare Absage. Dort sollte grundsätzlich von der Anbringung einer Videoüberwachung abgesehen werden, erklärte Dix.

Außerdem fordert er einen besseren Datenschutz für Patienten in Krankenhäusern. Es gebe immer noch Häuser, in denen jeder Mitarbeiter Zugriff auf die Daten aller ehemaligen und aktuellen Patienten habe. Auch das automatische Scanning von KFZ-Kennzeichen lehnte er ab, ebenso wie die Überlegung, dass Polizeibeamte in Zivil bei Demonstrationen Videoaufzeichnugen erstellten. Beides sei nicht zulässig.

Daneben rief er zur Vorsicht bei der Nutzung von sozialen Netzwerken und "intelligenten Stromnetzen", sogenannten Smart Grids auf. Beim Einsatz von Clouds sei darauf zu achten, dass auch dabei die nationalen Datenschutzvorgaben eingehalten würden.

heise.de vom 31.03.2010