Datenleck beim Wahlamt München löst munteren Handel mit hochsensiblen Daten aus

Datum: 
16.06.2010
Ort: 
München
Datenherkunft: 
Stadtverwaltung
Organisation: 
Öffentliche Verwaltung
Typ: 
Datenleck
Betroffene: 
Briefwähler
Anz. Betroffene: 
15.000
Beschreibung: 

Die Firma MTM Lübeck hat verschiedenen Unternehmen die Adresslisten Münchner Briefwähler zwecks Kundenwerbung zum Kauf angeboten. Nach eigenen Angaben hatte MTM bis zu 15.000 Adressen von Bürgern im Angebot, die 2009 per Post für Bundestag oder EU-Parlament votiert hatten.

Die Daten stammen von der Münchner Stadtverwaltung, die nach der Bundestagswahl 2009 und den damaligen Wahlen zum EU-Parlament dem Berchmanskolleg des Jesuitenordens die Briefwahlunterlagen überlassen hatte, um für wohltätige Zwecke die Briefmarken abzulösen. Der Orden verkaufte allerdings die Umschläge komplett als Massenware für Briefmarkensammler an einen privaten Händler. Von diesem gelangten die Adressen dann über einen Umweg an die Firma MTM-Lübeck.